SOLIDAGO

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Eine selbstverwaltete und -gestaltete Gesundheitsabsicherung

SOLIDAGO sind Menschen aus verschiedenen Kulturen, Berufen, Einkommens- und Altersgruppen, die für ihre Gesundheit eigenverantwortlich handeln. Wir bilden lokale Gemeinschaften und ein bundesweites Netzwerk, den SOLIDAGO Bundesverband.

Im Sinne der Salutogenese entwickelt SOLIDAGO gute Umgebungen für Gesundheit und individuelle Bewältigung von Krankheit. Sie ermöglicht die freie Wahl von Therapie und Therapeutin. Damit bilden die Mitglieder heilsame Gemeinschaften. In diesen lokalen Gemeinschaften können sich die Mitglieder geborgen und bestärkt fühlen. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Tatkräftige zwischenmenschliche und verlässliche finanzielle Unterstützung sind die Basis für das gegenseitige Vertrauen der Mitglieder.

SOLIDAGO ist eine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall. Sie ist keine Versicherung und gewährt somit auch keinen Rechtsanspruch auf bestimmte Leistungen. Die notwendige Verbindlichkeit entsteht in der Gemeinschaft und durch den gemeinsamen Rechtsrahmen. Der SOLIDAGO Bundesverband wurde Ende Mai 2013 in Überlingen am Bodensee gegründet.

Eine solidarische Gemeinschaft

Die Mitglieder tun viel für ihre Gesundheit und tragen das Krankheitsrisiko gemeinschaftlich, denn letztlich wissen wir nicht, wen es mit schwerer Krankheit trifft. Daher greift die Beitragsverpflichtung unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Das nennen wir Risikosolidarität.

Damit wir diese Risikosolidarität verwirklichen können, orientieren wir unsere Solidarbeiträge anteilig am Gesamteinkommen des Mitglieds über alle Einkommensarten. Das ist unsere Einkommenssolidarität.

Kinder und andere Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen werden gemeinschaftlich mitgetragen. Wir folgen so dem Grundprinzip der Familiensolidarität.

Ein bundesweites Netzwerk

  • Bundesverband

    Lokale Gemeinschaften

    Aktuell gibt es 27 lokale SOLIDAGO-Gemeinschaften in Deutschland.

  • Bundesvorstand

    Bundesvorstand

    Jutta Hofbauer (Heilpraktikerin aus Brücken), Manuel Spors (Erlebnispädagoge aus Leipzig), Stephan Hollweg (Heilpraktiker aus Radolfzell)

  • Bundeskassenführung

    Bundeskassenführung

    Ina Weidenmüller (Steuerberaterin aus Solingen), Dirk Heistermann (Ingenieur aus Kuhfelde-Valfitz), Birgit Winkler-Feistauer (Buchhalterin aus Dresden)

  • Bundestreuhand

    Bundestreuhand

    Sybille König (Supervisorin aus Weimar), Nicolaus Ilgner (aus Küsten), Elisabeth Kurz (Pflegedienstleiterin aus Überlingen), Sebastian Groos (Kaufmann aus Freiburg)

  • Kuratorium

    Kuratorium

    Georg Fischmann (Ingenieur aus Oberursel), Jutta Hofbauer (als Vertreterin des Bundesvorstands), Sebastian Groos (Kaufmann aus Freiburg), Ina Weidenmüller (als Vertreterin der Bundeskassenwart.innen), Dr. Ralf Lunkenheimer (Ingenieur aus Neustrelitz)

  • Konfliktmanagement

    Konfliktmanagement

    Christiane Dietrich (Supervisorin aus Weimar), Johannes-Peter Wegner (Organisationsberater aus Mutterstadt), Lucia Czech (Musiktherapeutin aus Threna), Manuel Spors (Erlebnispädagoge aus Leipzig)

Unser Name

SOLIDAGO

Die erste Silbe des Wortes sol steht im Lateinischen für Sonne. Zunächst geht es um das Individuum, das Ich-Bewusstsein, die Persönlichkeit mit dem Solar Plexus als Körpermitte. In seiner Mitte sein bedeutet auch ausgeglichen und in Balance zu sein. Das ist aber kein statischer Zustand.

Das braucht eigenverantwortliches arbeiten: Selbstvertrauen, Selbstliebe und das Erlangen von innerer Geborgenheit fördern das Miteinander, machen kooperationsfähig und helfen, sich in soziale Beziehungen einzubringen. So kann Solidarität (d.h. für jemanden einstehen, zu jemandem halten) als Ausdruck innerer Verbundenheit und Mitverantwortung von Mitgliedern innerhalb einer Gemeinschaft entstehen und gelebt werden.

Die Pflanze

Den Zusammenhang zur Pflanze Solidago virgaurea L. (Echte Goldrute) sehen wir in Zusammenhang mit ihrer großen Anziehungskraft, wenn sich auf ihren geöffneten Blüten Scharen von Insekten, Bienen und Fliegen niederlassen. Warum wirkt sie so anziehend auf diese Lebewesen? Vielleicht weil sie so sonnig-golden ist? Vielleicht weil sie eine große Heilkraft besitzt? In der Botanik wurde sie aufgrund der hohen Wertschätzung als Wundheilmittel Solidago genannt (aus dem Lateinischen solidare = befestigen, gesund machen). Der Beiname virga (Rute) und aurea (goldig) bringt die Form und Farbe der Pflanze zum Ausdruck.

Die Rechtsgrundlage

Statuten

Die Mitglieder der lokalen Gemeinschaften bilden den SOLIDAGO Bundesverband in der Form eines Gesamtvereins. Wir haben uns einen gemeinsamen Rechtsrahmen gegeben. Die aktuelle Satzung finden Sie hier und das Statut für den Liquiditäts- und Nothilfefonds des Bundesverbandes können Sie hier herunterladen.

Anderweitiger Anspruch statt Rechtsanspruch

Laut § 5 Abs. 1 Ziff. 13 SGB V bzw. § 193 Abs. 3 Nr. 2 VVG sind diejenigen Personen von der Versicherungspflicht in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung ausgenommen, die einen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall (§ 5 Abs. 1 Ziff. 13 SGB V) oder vergleichbare Ansprüche (§ 193 Abs. 3 Nr. 2 VVG) haben. Ein solcher anderweitiger Anspruch muss kein Anspruch aus einem Krankenversicherungsvertrag sein.

Darauf stellt auch das Bundessozialgericht in seinem Urteil vom 03.07.2013 ab und formuliert:

Der Senat hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass sich aus § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V im Zusammenspiel mit anderen Bestimmungen in § 5 SGB V, § 186 Abs. 11 und § 190 Abs. 13 SGB V sowie unter Berücksichtigung der Regelungsabsicht bzw. der Normvorstellungen des Gesetzgebers ergibt, dass die Krankenversicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V subsidiär ausgestaltet ist; diese Subsidiarität darf bei Bestehen anderweitiger Absicherung (nicht nur "Versicherung") im Krankheitsfall nicht eingeschränkt werden.

— BSG B 12 KR 2/11 R, RdNr. 29

Die Mitgliedschaft im SOLIDAGO Bundesverband entspricht dem Anforderungskatalog des GKV-Spitzenverbands (2009) zur Bewertung der Mitgliedschaft in einer Selbsthilfeeinrichtung bzw. Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen als anderweitige Absicherung im Krankheitsfall im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V‚ nämlich:

  • Gewährung der Leistungen, die der Art nach den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen (§ 8 Abs. 5 und 8 der Satzung)
  • Faktische Realisierbarkeit des Leistungsanspruches
  • Dauerhafte Leistungsfähigkeit der Einrichtung (z.B. Rücklagenbildung, regionale und bundesweite Solidarausgleiche der lokalen Solidarfonds und Nachschusspflicht nach § 7 Abs. 3 S. 3 und 4 der Satzung, § 3 Abs. 2 Solidarfonds-Statut)
  • Dauerhafte Zugehörigkeit des Mitglieds zu der Einrichtung (§ 4 Abs. 7 S. 3 der Satzung)
  • Kündigungsrecht des Mitglieds unter Beachtung einer Mindestkündigungsfrist von drei Monaten (§ 4 Abs. 6 der Satzung)

SOLIDAGO als anderweitige Absicherung im Krankheitsfall basiert auf der Grundlage des Grundgesetzes und der Rechtsvorschriften der Bundesrepublik Deutschland.

© 2020 • SOLIDAGO Bundesverband Solidargemeinschaft für Gesundheit e.V.