SOLIDAGO

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Wirtschaftliche Hilfeleistungen

Umfang der Hilfeleistungen

Wir gewähren einander gesundheitsfördernde und komplementärmedizinische Therapien sowie Leistungen, die der Art nach den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Dazu zählen auch ambulante und stationäre Heilbehandlung.

Realisierbarkeit der Hilfeleistungen

Die faktische Realisierbarkeit der notwendigen Leistungen erreichen wir durch das Zusammenwirken der Menschen in den Gemeinschaften. Unterstützt werden wir dabei durch rechenschaftspflichtige Vorstände, Kassenwart.innen und Treuhänder.innen und die Treuhänder-Richtlinie. Durch geordnete Verfahren bei der Vergabe der Hilfeleistungen wird eine Ungleichbehandlung der Mitglieder vermieden. Sollte es trotzdem zu Konflikten kommen, stehen die Bundesmediator.innen helfend bereit. Für den Fall, dass auch hier keine Lösung gefunden wird, ist die Einberufung eines Schiedsgerichtes nach Zivil-Prozess-Ordnung (ZPO) vorgesehen.

Dauerhafte Leistungsfähigkeit

Im SOLIDAGO-Finanzkonzept werden die Solidarbeiträge prozentual an den Einkommen über alle Einkommensarten berechnet. Kinder ohne eigenes Einkommen werden solidarisch mitgetragen. Für größere Krankheitsfälle werden lokale Solidarfonds und ein bundesweiter Liquiditäts- und Nothilfefonds nach Vorgabe eines Versicherungsmathematikers aufgebaut. Kollektive Altersrückstellungen, insbesondere auch im Hinblick auf den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter, werden in Zweckvermögen getätigt. Die Rücklagen der lokalen Gemeinschaften sichern die Versorgung der Mitglieder über mindestens drei Monate auch bei vollständigem Ausfall der Einnahmen. Bei größeren Fällen stehen Regional- und Bundesfonds zur Verfügung.
Der Beitragssatz wird so kalkuliert, dass die jährlichen Einnahmen die laufenden Ausgaben übersteigen. Das Kuratorium, unter Zuhilfenahme eines Aktuars, beobachtet die Entwicklung der Finanzen und kann bei Bedarf Beitragsanpassungen und eine Nachschusspflicht für die Mitglieder beschließen.

Großschäden

Schutzvorkehrungen vor Groß- und Größtschäden schaffen wir durch den Aufbau von Sicherungsfonds nach den Vorgaben des Aktuars. Am Aufbau der Sicherungsfonds sind sowohl Mitglieder als auch Freunde von SOLIDAGO beteiligt. Wir streben ein hohes Sicherheitsniveau an. Ab 2016 können wir auch Größtschadensfälle tragen, die bei SOLIDAGO nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von etwa 5.000 Jahren auftreten.

Verwaltung der Finanzmittel

Die Finanzmittel von SOLIDAGO werden nach ethischen Gesichtspunkten zinsfrei bei einer renommierten Bank (GLS Bank) mit hoher Bonität sicher angelegt. Die Finanzbuchhaltung erfolgt ab 2016 durch eine professionelle Steuerberaterin und Buchhalterin.

Dauerhafte Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft bei SOLIDAGO ist auf Dauer angelegt. Alters- oder krankheitsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Gleiches gilt für Kündigungen aufgrund von Beitragsrückstand. Die Kündigungsfrist von Seiten eines Mitglieds beträgt drei Monate.

Qualität

SOLIDAGO ist eine aufsichtsfreie Personenvereinigung mit dem Zweck einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall. Es geht um Gesundheit und Krankheit, letztlich auch um den Tod und um das Leben. Das ist eine hohe Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.
Wir arbeiten deswegen kontinuierlich an der Verbesserung unseres Modells und der Qualität unserer Prozesse. Dafür machen wir Abläufe transparent. Auf Mitgliederversammlungen und in Foren tauschen wir uns darüber aus. Wir unterstützen und beteiligen uns an Forschungsprojekten zu freien Solidargemeinschaften.

Bei SOLIDAGO setzen die Betroffenen individuelle Maßstäbe für Qualität. Sie können Therapie und Therapeut.innen frei wählen - unabhängig von einem Leistungskatalog.

Alle Mitglieder suchen sich einen oder mehrere Paten oder Patinnen, zu denen eine besondere Vertrauensbeziehung besteht. Paten helfen beispielsweise, wenn sich ein Mitglied aufgrund von Krankheit nicht artikulieren kann oder will. Meist wird in den Gemeinschaften über Krankheiten offen gesprochen. Aber hin und wieder will eine Intimsphäre bewahrt werden. Oder Menschen können sich nicht so gut ausdrücken und für ihre eigenen Belange einsetzen wie andere. Auch hier helfen Paten und Patinnen.

Neben finanziellen Hilfen schätzen SOLIDAGO-Mitglieder die Qualität persönlicher Begleitung und praktischer Unterstützung in Krankheits- und Krisensituationen. Monatliche Treffen schaffen Vertrauen und stärken den Zusammenhalt.

Die Kosten für Alltagserkrankungen zahlen die Mitglieder meist ohne Rücksprache aus ihren persönlichen Fonds. Für gerechte Verfahren bei der Mittelvergabe für größere Schadensfälle, sorgen Treuhänder.innen, die nach einheitlichen und transparenten Kriterien entscheiden.
Ein qualifiziertes Kuratorium in Zusammenarbeit mit einem Aktuar sorgt für solide Finanzen. So wird sichergestellt, dass auch Menschen, die schwere und kostspielige Krankheiten erleiden, alle notwendigen Behandlungen erhalten.

Zur Sicherstellung einer ordentlichen Mitgliederverwaltung und Buchführung treffen sich die Kassenwart.innen regelmäßig zum Austausch. Zu aktuellen Fragen werden ein Datenschutzexperte, eine Steuerkanzlei sowie ein erfahrener Rechtsanwalt zu Rate gezogen.

Im menschlichen Miteinander treten auch Konflikte auf. Zur Lösung dieser Konflikte stehen Mediator.innen bereit.

Patientenverfügungen helfen, im Bedarfsfall dem jeweiligen Menschen angemessene Behandlung zukommen zu lassen. Sie helfen auch, ein würdiges Lebensende zu gestalten.

Beitrag

Der monatliche Solidarbeitrag beträgt aktuell mindestens 12% aller Einkunftsarten. Je nach Eintrittsalter jedoch mindestens zwischen 125 € und 374 €. Der Höchstbeitrag liegt momentan bei 720 € pro Monat. Hinzu kommen jeweils 20 € Verwaltungsbeitrag. Ein Mitglied mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 2.500 € trägt demnach beispielsweise 320 € bei. Einmalig wird eine Aufnahmegebühr von 50 € erhoben. Zudem engagieren sich die Mitglieder aktiv in den lokalen Gemeinschaften und bei bundesweiten Aufgaben. Hier findet sich ein Beitragsrechner als Orientierungshilfe.

Fragen, denen wir nachgehen

  • Bei unseren durchschnittlichen jährlichen Ausgaben pro Mitglied liegt SOLIDAGO über alle Altersklassen deutlich unter den Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Woran liegt das?
  • Ist das so, weil die Mitglieder beteiligt sind, auf allen Ebenen mitentscheiden und daher ein anderes Kostenbewusstsein entwickeln? (Kein Moral Hazard)
  • Oder liegt es daran, dass Prävention und die Förderung von Gesundheit im Sinne von Salutogenese so hoch gehalten werden?
  • Gehen SOLIDAGO-Mitglieder seltener zum Arzt und falls ja, warum? Verschleppen sie womöglich Krankheiten?
  • Ist SOLIDAGO nur ein Zusammenschluss von Gesunden und Reichen?
  • Tragen eine gesundheitsfördernde Lebensweise und die Eingebundenheit in wohltuender Gemeinschaft per se zur Kostenersparnis bei?
  • Führt die dezentrale, subsidiäre Organisation und ehrenamtliche Selbstverwaltung zu den Einsparungen?

Um all diese und weitere Fragen fundiert beantworten zu können, beteiligen sich die Mitglieder an Forschungsprojekten und Längsschnittstudien.

SOLIDAGO Bundesverband
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